Themen: Allgemeines Obstgehölze Ziergarten
Gartentipps für die Wochen 41 und 42
Allgemein
Ein Maulwurf ist eigentlich ein niedliches Tierchen - und noch dazu so nützlich, ernährt er sich doch ausschließlich von Würmern und Insekten. Aber unsere Begeisterung für diesen fleißigen Tiefbau-Arbeiter hält sich in Grenzen, vor allem jetzt im Herbst, wenn der Maulwurf besonders aktiv ist. Denn um seine Speisekammer für den Winter zu füllen, buddelt er sich Tag und Nacht durchs Erdreich, immer auf der Suche nach Beute. Dabei wirft er einen Hügel nach dem anderen auf. Mal ganz abgesehen davon, wie das aussieht - aber wie soll man da noch mähen? Übrigens, die Hügel des Maulwurfs sind deutlich höher als die der Wühlmaus, und das Loch liegt ziemlich genau in der Mitte des Erdhaufens. Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, dürfen wir sie nur vertreiben, niemals töten!
Am besten gelingt uns dies mit Krach und Gestank, denn die plüschigen Genossen aus der Unterwelt sind sehr empfindlich. Man kann Essig, saure Milch, Brennnessel- oder Holunderblätterjauche in möglichst viele Gänge schütten. Auch fertig gemischte Vergrämungsmittel aus dem Fachhandel eignen sich. Mal klappt das, mal nicht - Maulwürfe haben wohl, wie wir Menschen auch, unterschiedlich feine Nasen. Das gilt auch für ihre Ohren: Bei manchen Gärtnern wirken Flaschen, die halb im Boden eingegraben sind und bei Wind Pfeiftöne von sich geben. Viele schwören auch auf die Stäbe, die, in den Boden gesteckt, Schallwellen - also Töne - aussenden und die Tiere vertreiben.
Was ist zu tun?
• Im Gemüse- und Obstgarten gibt es eine Menge zu ernten und für den Winter einzulagern. Wir prüfen sowohl die Früchte als auch das Gemüse vor der Einlagerung sorgfältig auf Druckstellen und Verletzungen, denn nur gesundes Obst und Gemüse lässt sich aufbewahren, ohne dass es fault oder schimmelt.
• Aus dem Gemüsegarten holen wir die Herbstmöhren, Winterrettiche, Rote Bete, Sellerie sowie Endivien, Radicchio oder Chinakohl und lagern sie in Mieten, im Frühbeet oder im ungeheizten Gewächshaus oder auch in unserem Keller ein.
• Auch die Knollen von Gladiolen, Dahlien und Begonien holen wir bei sonnigem, trockenem Wetter aus dem Boden, bürsten sie ab und breiten sie in der Garage, einem Schuppen oder unter dem Dachvorsprung aus. Wenn sie nach ein paar Tagen äußerlich abgetrocknet sind, lagern wir sie ein.
• Die abgeernteten Beete werden von allen samentragenden Unkräutern befreit und umgegraben. Viele Gärtner lehnen das Umgraben ja ab und lockern den Boden im Frühjahr nur mit dem Sauzahn oder der Grabegabel. Das ist jedoch bei schweren Erden wenig sinnvoll und bewährt sich nur auf leichten, sandigen oder sehr humosen Böden. Aber niemals beim Asperger Boden.Die alte Methode, die Beete in grober Scholle den Winter über liegen und durchfrieren zu lassen, damit sich eine lockere Krume bildet, hat sich nach meiner Erfahrung immer noch am besten bewährt.
Obstgehölze
Platzanspruch von Obstgehölzen . Im Garten ist der vorhandene Platz meist ein begrenzender Faktor. Deshalb sollte man beim Kauf von Obstgehölzen auf die richtige Unterlage achten, damit es Jahre später keine bösen Überraschungen gibt. Mit der Unterlage können folgende Parameter beeinflusst werden: Größe und Platzbedarf des Baumes, früher Ertragsbeginn, Fruchtgröße und -farbe, regelmäßige Erträge sowie Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Krankheiten
Ziergarten
Gehölzpflanzung: Die Pflanzsaison ist in vollem Gange. Wenn Laubgehölze die Blätter abgeworfen haben, können sie umgepflanzt werden. Viele Gehölze bilden nach der Pflanzung an warmen Herbst- und Wintertagen noch Feinwurzeln und können im Frühjahr bereits mit voller Kraft austreiben. Gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich vor dem Frost zu akklimatisieren.