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Gartentipps für die Wochen 35 und 36
Allgemein
Der Regenwurm ist wichtiger Gartenhelfer: In einem Quadratmeter humosem Boden können bis zu 400 Regenwürmer leben!* Sie fressen sich ständig durch die Erde und hinterlassen enge Röhren und Gänge, die durch mehrere Bodenschichten hindurchgehen können. Dadurch lockern diese Ringelwürmer den Boden kräftig auf und durchlüften ihn. Außerdem holen sie Mineralstoffe aus den tieferen Bodenschichten nach oben. Im Darm der Regenwürmer verbinden sich dann mineralische und organische Stoffe zu den bei allen Gärtnern so begehrten, fruchtbaren Bodenkrümeln. Die landen mit dem Regenwurmkot wieder im Boden, und auch die Röhrenwände werden beim Durchkriechen mit Kot austapeziert. Dieser Kot enthält siebenmal so viel Stickstoff, dreimal so viel Kali, sechsmal so viel Magnesium und doppelt so viel Kalk wie die normale Erde. Darum wachsen Pflanzenwurzeln so gern in Regenwurmgängen! Nachts ziehen die Regenwürmer welke Blätter und Grashalme in ihre Gänge und fressen diese auf. So beschleunigen sie die Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile. Während der Verdauung werden Krankheitserreger wie z.B. Mehltausporen, die eventuell n den Pflanzenresten vorhanden waren, vernichtet. Regenwürmer fressen außer diesen abgestorbenen Pflanzen nur Erde, aus der sie die organischen Stoffe herausfiltern. viele Vögel machen Jagd auf unsere Regenwürmer, aber auch Marder, Maulwürfe, Frösche, Spitzmäuse, Kröten, Tausendfüßler, Igel sowie Füchse und Dachse ernähren sich gern von ihnen. *Voraussetzung ist aber, dass er in seinem Lebensraum nicht durch Dünger und Chemie vertrieben, behindert oder gar vernichtet wird.
Grasschnitt als Mulchmaterial: Um diese Jahreszeit fallen beim Mähen beträchtliche Grasmengen an. Verwenden Sie das Schnittgut großzügig zum Mulchen der Gemüse- und Staudenbeete, damit der Boden schön feucht bleibt. Die Schicht sollte jedoch nicht stärker als 5 cm sein. Lassen Sie das restliche Gras einige Tage trocknen, bevor Sie es auf den Kompost geben, sonst kann es zu Fäulnis kommen.
Anzucht, Aussaat, Vermehrung
Gemüseaussaaten: Diesen Monat können folgende Gemüsearten für die Herbsternte ausgesät werden: Feldsalat, Radicchio, Endiviensalat, Schnittsalat, Spinat, Herbstrüben, Chinakohl, Pak Choi, Radieschen, Winterrettich, Rettich, Rübstiel, Petersilie, Kresse, Blumenkohl, Winterportulak, Löffelkraut, Knollenfenchel, Frühlingszwiebeln und Möhren. Wenn Sie in tiefe Rillen säen, bleibt es am Grund der Rille auch im Sommer feuchter, sodass die Pflanzen besser auflaufen. Außerdem wird so das Wässern erleichtert. Einige Arten können auch in Schalen oder Topfplatten für das Herbstbeet vorkultiviert werden.
Obst
Himbeeren: Alle Ruten von Himbeeren, die in diesem Jahr getragen haben, können jetzt abgeschnitten werden. Die Neutriebe sollte man ausdünnen, das heißt, alle Triebe, die dünner als ein Bleistift sind, kann man entfernen. Für eine erfolgreiche Himbeerkultur rechnet man mit zehn bis zwölf Neutrieben pro laufendem Meter.
Ziergarten
Oleander vermehren: Selbst vermehre Oleanderpflanzen sind ein schönes "Mitbringsel". Wenn Sie Ihren Oleander ab sofort nicht mehr düngen, aber weiterhin regelmäßig gießen, können Sie von einjährigen, kräftigen Trieben Stecklinge schneiden. Sie bewurzeln sich innerhalb von vier Wochen und können dann in einen hübschen Topf gepflanzt werden.
Immergrüne Gehölze pflanzen: Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, immergrüne Gehölze zu pflanzen oder zu verpflanzen, damit sie vor dem Winter noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Die Wurzelballen dürfen während der warmen Zeit nicht austrocknen - also bei Bedarf kräftig gießen!
Staudenpflanzsaison: Im August beginnt bereits die Staudenpflanzsaison. Gepflanzt werden jetzt Madonnenlilien, Pfingstrosen, Kaiserkronen, Herbstzeitlose, Herbstkrokusse und Stauden, die im Frühsommer des kommenden Jahres blühen.