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Gartentipps für die Wochen 33 und 34
Allgemein
Ameisen: Ameisen sollten Sie in Ihrem Garten bis zu einem gewissen Grad tolerieren, da sie als Allesfresser für den Abtransport von toten Insekten und Blättern sorgen. Problematisch sind sie aber im Bereich der Wege und Terrassen und auch auf Pflanzen, da sie hier oft Blattläuse mittransportieren und wegen ihrer klebrig-süßen Ausscheidungsprodukte "pflegen". Dabei verteidigen die Ameisen die Läuse aggressiv gegen deren natürliche Feinde. Massenhaftes Auftreten können Sie bei Gehölzen durch das Anbringen von Leimringen um den Stamm eindämmen.
Anzucht, Aussaat, Vermehrung
Petersilie säen: Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, um Petersilie auszusäen. Durch das zügige Wachstum haben Schädlinge, die die Wurzeln befallen, kaum eine Chance. Im kommenden Frühjahr sind die Pflanzen dann kräftig genug, um den Schaderregern genügend Widerstand entgegenzusetzen. Übrigens: Petersilie enthält weitaus mehr Vitamin C als Zitronen!
Gemüse
Erntereife bei Zwiebeln: Zwiebeln sind erntereif, wenn sich das Laub gelbbraun verfärbt und umlegt. Knicken Sie die Schlotten nicht vorzeitig um, sonst sind die Zwiebeln im Lager schlecht haltbar.
Lauchmotte: Achten Sie bei Porree auf Fraßgänge der Lauchmotte. Befallene Blätter sollten entfernt werden. Ein Pflanzenschutznetz hilft, den Befall zu verhindern.
Gemüse bewässern: Achten Sie beim Gießen darauf, dass die einzelnen Gemüsearten unterschiedliche Ansprüche haben. So bevorzugen Petersilie, Möhren, Salate, Spinat und Mais eine Dusche, Kürbisse, Tomaten, Bohnen, Gurken und Erbsen wollen dagegen lieber im Wurzelbereich gegossen werden.
Obst
Schnittmaßnahmen an Sommerhimbeeren: Besonders in durch Rutenkrankheit geschädigten Beständen sollten die Tragruten sofort entfernt werden. Dadurch können sich die Jungruten besser entwickeln.
Erdbeersorten: Neben den klassischen einmal tragenden Sorten wie 'Polka', 'Senga-Sengana' oder 'Honeoye' gibt es noch eine Vielfalt von Spezialitäten, die für den Garten interessant sind. Remontierende oder immer tragende Sorten wie 'Evita' oder die außergewöhnlich aromatische 'Mara de Bois' tragen von Juni bis Oktober neben Blüten auch laufend Früchte.
Kernobst ausdünnen: Entfernen Sie überzählige Früchte, sonst leiden Qualität und Fruchtgröße.Bei schwach wachsenden Unterlagen sollten nicht mehr als 100 Früchte pro Baum belassen werden.
Obstgehölze
Obstschnitt: Ab Mitte August können auch kritische Obstarten wie Walnuss und Kiwi geschnitten werden, ohne zu bluten. Auf einen Wundverschluss kann man verzichten.
Ziergarten
Laubabwerfende Hecken schneiden: Laubabwerfende Hecken können jetzt ein zweites Mal geschnitten werden. Liguster und Feldahorn vertragen sogar häufigere Schnitteingriffe. Schneiden Sie dagegen immergrüne Hecken nur zurückhaltend ins jüngere Holz.
Pflanzzeit für Lilien: Ab Mitte August ist Pflanzzeit für zahlreiche Lilienarten. Achten Sie darauf, dass Sie die Zwiebeln der Madonnenlilie nicht zu tief legen, sonst faulen sie.
Blumenzwiebeln setzen: Ab Ende des Monats bis Ende Oktober werden die Blumenzwiebeln für das Frühjahr gepflanzt. Dazu gehören: Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Alpenveilchen, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Schneeglanz, Winterlinge, Hundszahn und viele mehr. Achten Sie darauf, dass Sie Blumenzwiebeln aus Kulturmaterial verwenden und keine Wildherkünfte kaufen. Besonders bei Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Winterlingen werden immer noch viele Pflanzen der Natur entnommen.
Lavendel schneiden: Die Lavendelblüte ist schon längst vorbei, doch häufig sieht man Pflanzen, die noch nicht zurückgeschnitten wurden. Lavendel schneidet man am besten zweimal. Zuerst die Blütenstände und vor dem Winter ein Rückschnitt bis in das einjährige Holz, nur so bleiben die Pflanzen schön kompakt.