Newsletter 2014/04

Nicht viel – und doch für den Sommer viel passiert beim OGV.


Der 06.06. stand im Zeichen des Sommerschnittes. Als öffentliche Schnittunterweisung ausgeschrieben, fanden sich die interessierten Asperg um 18.00 Uhr im Lehrgarten ein.

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nl140403 nl140404Gustav Ziegler führte souverän durch die Veranstaltung. Dieses Jahr blieben wir im Lehrgarten und konnten nicht nur den Schnitt, sondern auch das Pinzieren, den Juniriss sowie Krankheiten und Schädlinge dort zeigen, obwohl das Jahr von den Krankheiten und Schädlingen her nicht so schlecht wie befürchtet war. Nach der Unterweisung, bei der sehr viele Fragen gestellt und diese auch beantwortet wurden, kam die obligatorische „Nachfeier“.
Ja und dann...
Dann kam DAS highlight des Vereins. Das Gartenfest vom 19.07. bis 21.07. Die Witterung meinte es soweit gut mit uns und alle drei Tage können als gelungen betrachtet werden. Es verlief harmonisch und für Gäste wie für Helfer angenehm. Kleine Schlangen vor den Ausgaben wurden von beiden Seiten gelassen hingenommen. Mehr Bilder dazu gab es an der Nachfeier am 26.09. und wird es beim Jahresrückblick am 16.11. um 14.00 Uhr geben. Zum Rückblick laden wir schon heute herzlich ein!
Vor der kleinen Sommerpause fand dann am 05.08. der Kindernachmittag im Rahmen des Sommerferienprogrammes statt. 15 back- und bastelfreudige Kinder waren bei uns. Da wurde gerührt und gemessen, gefüllt und gebacken,  verziert und gebastelt und zum Schluss auch noch gegessen und getrunken. Außerdem wurde mit gefüllten Tüten ganz stolz heimgegangen.

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Kurz, nur kurz war die Sommerpause, denn das Jahr nötigte uns bereits Anfang September wieder hinaus. Die ersten Äpfel waren reif und fielen von den Bäumen. Zu dieser Aufleseaktion gibt es noch keine Bilder. Eine Schande dabei ist der Lohnmostpreis in diesem Jahr!
Nun gibt es wieder eine Neuerung im Streuobstpflegebereich. Das „Bondepapier“. Hier sollen Stücklesbesitzer unter gewissen Voraussetzungen, Geld vom Staat bekommen, wenn sie ihre Bäume von Fachleuten schneiden lassen. Ich persönliche nenne das einen Wasserkopf aufblasen. Was für einen Verwaltungsaufwand das geben wird, kann sich jeder normale Mensch leicht ausrechnen. Und es wird auch hier garantiert wieder „Schindluder“ ohne Ende getrieben. Ich bekomme 15 Euro pro Baum und Jahr. Gut, schnipple ich in meiner Unkenntnis selbst dran rum. Oh weh2 oder ich hole irgendeinen Schnippler, der ebenfalls keine Ahnung vom OBSTbaumschnitt hat. Klasse! Wenn ich aber einen Fachmann hole, der die Ausbildung hat, der wird wohl kaum für 15 Euro pro Baum arbeiten können, denn der Stundensatz liegt höher und für einen – möglicherweise seit Jahren nicht mehr gepflegten Baum – benötigt man zwischen 1-2 Stunden zur Pflege. Und wie oder wer soll bitte überprüfen, ob die Bäume tatsächlich gut und fachgerecht geschnitten wurden? Wer darf sich Fachmann nennen? Woher weiß ich als Stücklesbesitzer, ob der Mann, die Frau fachgerecht arbeitet und wer überprüft das dann später vor Auszahlung der Gelder? Hier werden wieder neue Verwaltungsstellen geschaffen, damit haben wir wenigstens ein paar Arbeitsplätze mehr auf Steuerzahlers Kosten das ist aber auch schon alles. Meiner Meinung nach ist das der völlig falsche Ansatz. Die einfachste und billigste Lösung unserer Probleme mit unseren „sterbenden“ Streuobstwiesen wäre:
Bezahlt doch die Besitzer einfach korrekt und fair für die Abgabe des Obstes bei den Mostereien. Und startet Aktionen wo unser heimisches Obst als wertvoll propagiert wird – was es ja auch ist! Wenn sich die Arbeit auf dem Stückle wieder „lohnt“, dann wird das Stückle auch gepflegt. Es wird so vieles Unnötiges subventioniert, warum nicht auch unser
heimisches Obst. Ansonsten können noch so viele „Bondepapiere“ auf den Markt geschmissen werden, es wird das „Sterben“ weitergehen.
Ein weiteres Problem für Streuobstwiesenbesitzer wird immer mehr und größer. Der DIEBSTAHL. Es nimmt inzwischen Ausmaße an, die ans kriminelle Grenzen. Wenigstens die Presse unterstützt hier in diesem Jahr ausgiebig mit aufklärenden Artikeln. Wer als Stücklesbesitzer sein Obst vor Diebstahl schützen will, muss zu jeder Tages- und Abendzeit auf dem Grundstück bleiben. Am besten wäre, man würde über die Erntezeit auf dem Grundstück zelten. Wer mehrere Stücke hat muss die Familie drauf verteilen. Man fragt sich als Besitzer – warum? Gibt es so viele arme Leute? Ja und nein, es gibt viele arme Menschen, aber das ist nicht die Armut die klaut, sondern auch Menschen, denen es nicht schlecht geht. Diese Diebstähle sind schlicht und ergreifend Frechheit, Dummheit und Gier. Vor allem die Walnüsse und Haselnüsse haben es den Leuten angetan. Aber auch Quitten und Kernobst liegen hoch in der Gunst der Diebe.


Mein und dein = unser? Oder was mein ist gehört mir, und was dein ist interessiert mich nicht? Saubere Mentalitäten, die wir hier in Deutschland inzwischen haben!!!

nl140423Jutta Ziegler
Schriftführerin 06.10.2014

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