GT201304 Gartentipp Woche 7 und 8

 

Allgemeines Anzucht Aussat Vermehrung Gemüse Obstgehölze Ziergarten

Gartentipps für die Wochen 7 und 8

Allgemein

Oft wünschen sich Hausgärtner einen genauen Kalender, der ihnen sagt, wann welche Arbeiten im Garten zu erledigen sind! Aber solche Angaben wären unseriös, denn das Gartenjahr ist nicht überall gleich: Während es im Norden windig und kühl ist, kann im Süden Deutschlands drückende Hitze herrschen, und bei den derzeitigen Wetterkapriolen, die für viele die Vorboten der globalen Klimaerwärmung sind, werden Vorhersagen immer schwieriger. Deshalb sollten wir unser Gartenklima beobachten und unsere eigenen Schlüsse daraus ziehen. Dabei ist eine kleine Wetterstation im Garten äußerst hilfreich. Die Ergiebigkeit von Regenfällen ist z.B. ohne Regenmesser nur schwer abzuschätzen. Der Regenmesser, ein kleiner Trichter mit Maßskala, gibt uns dagegen Auskunft darüber, wie viel Regen auf einem Quadratmeter niedergegangen ist und ob wir wässern müssen. Nicht nur ein einziges Thermometer an der Fensterscheibe, sondern gleich mehrere im Garten verteilt, zeigen uns an, wie unterschiedlich das Klima in den verschiedenen Gartenteilen sein kann. Um die frostigen Ecken zu identifizieren, sind Minimum/Maximum-Thermometer praktisch, denn sie informieren darüber, wie kalt oder wie warm es seit dem letzten Ablesen maximal gewesen ist Es lohnt sich, die Klimadaten aufzuschreiben. Denn mit einem Wetterbuch weiß man genau, wann es das letzte Mal geregnet hat oder wann im vorigen Herbst der Frost eingesetzt hat. Mit der Zeit bekommt man so ein ausgezeichnetes Gefühl für das Klima im eigenen Garten.Gehölzpflege: Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal sind Kokosstricke oder spezielle Bindegurte.

Kleinklima. Übrigens weisen die Stellen im Garten, wo die Schneeglöckchen zuerst blühen, ein gutes Kleinklima auf und sind für empfindlichere Pflanzen geeignet.Füttern von Vögeln: Wer in der vergangenen Zeit schon Vögel gefüttert hat, darf das auch jetzt weiter tun. Körnerfressern wie Bergfink, Sperling oder Dompfaff kann man Sonnenblumenkerne, Hanf oder Getreidekörner anbieten. Weichfresser wie Rotkehlchen, Amseln oder Meisen brauchen dagegen ein Gemisch aus Rindertalg, Kleie oder Haferflocken, Rosinen oder Obst. Bis zur Brutzeit im Frühjahr muss die Fütterung eingestellt werden, da die Jungvögel die Körner nicht richtig verdauen und daran sterben können.

Anzucht, Aussaat, Vermehrung

Rhabarber verfrühen: Wenn Sie den Rhabarber mit organischem Material, einem Behälter oder Vlies bedecken, treibt er früher aus. Vielleicht können Sie mit den ersten zarten Stängeln Ende des Monats bereits einen Kuchen backen.

Pantoffelblumen aussäen: Die beste Aussaatzeit für Pantoffelblumen ist im Februar. Legen Sie die Samen in eine humusreiche, aber relativ magere Erde und lassen Sie das Saatgut unbedeckt. Wichtig ist, dass die Keimtemperatur nicht über 15°C liegt.

Gemüse

Aussaaten für das Frühbeet: Im Frühbeet können Sie jetzt Kresse, Petersilie und Salate säen, um möglichst bald frisches Grün auf dem Teller zu haben.

Obstgehölze

Obstbaumschnitt: Achten Sie darauf, dass der Obstbaumschnitt rechtzeitig vor dem Blattaustrieb beendet ist. Eine Ausnahme bilden zu stark wachsende Bäume. Sie werden erst Ende März/Anfang April geschnitten

Ziergarten

Blühende Schneeglöckchen läuten das Ende des Winters ein! Deshalb lieben auch alle Menschen die kleinen Zwiebelblumen mit ihren weißen, nickenden Blüten, die ja nun eigentlich eher unscheinbar sind. Dass Schneeglöckchen prima Wetterfrösche sind, weiß sogar die Wissenschaft: Die Pflanzen wissen ganz genau, wann der Winter vorbei ist und sie sich trauen dürfen, ihre zarten Glöckchen „zu läuten". Die Botaniker haben deshalb festgesetzt, dass der Vorfrühling beginnt, wenn das Schneeglöckchen seine drei Blütenblätter abspreizt. Das passiert im Rheinland ja deutlich früher als in Bayern, und anhand der Schneeglöckchenblüte an verschiedenen Orten kann man gut beobachten, wie sich der Winter aus unserem Land zurückzieht und der Frühling ganz zaghaft Einzug hält. Im Herbst können wir die Schneeglöckchenzwiebeln setzen. Und sowie wir sie in den Händen halten, pflanzen wir sie auch ein. Die kleinen Zwiebeln trocknen nämlich relativ rasch aus. Die hübschen „Eisbrecher" vermehren sich ungeheuer schnell, und bald wachsen üppige Tuffs der Glöckchen in unserem Garten. Es lohnt sich auch immer, einige der Zwiebeln in den Rasen zu pflanzen, dorthin, wo wir im Frühjahr nicht mähen müssen. Inzwischen gibt es hübsche Züchtungen, z.B. gefüllt blühende Sorten und solche mit grünen Tupfen auf den Flügelchen. Das orientalische Schneeglöckchen blüht sogar zwei Wochen früher als unser heimisches und macht den Ungeduldigen sicher viel Freude.

Dahlien- und Gladiolenknollen lüften: Nutzen Sie frostfreie Wintertage, um den Lagerraum mit Dahlien- und Gladiolenknollen zu lüften. Vor allem Dahlienknollen sind bei hoher Luftfeuchtigkeit anfällig für Lagerfäule und Schimmelpilze. Für eine Pflanzung im Freiland ist es allerdings noch viel zu früh.

Tulpenzwiebeln stecken: Bei offenem Boden ist es möglich, im Februar noch Tulpenzwiebeln zu stecken, vorausgesetzt, sie wurden trocken und kühl gelagert. Achten Sie darauf, dass Sie den meist geschwollenen Zwiebelboden beim Pflanzen nicht beschädigen.

Knoblauch in Staudenbeeten: Knoblauch in Staudenbeeten sieht nicht nur schön aus, sondern schützt auch vor bestimmten Schädlingen. So vertreibt er Blattläuse und Wurzelälchen und schützt Tulpen und Lilien vor Pilzerkrankungen. Weshalb sollte nicht auch im Staudenbeet Essbares gedeihen? Also schnell noch ein paar Zehen stecken.

Gartentipp2013

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