GT201303 Gartentipp Woche 5 und 6

Allgemeines Anzucht Aussat Vermehrung Gemüse Obstgehölze Ziergarten

Gartentipps für die Wochen 5 und 6

Allgemein

Was ist zu tun?Am sonnigen Fenster oder im beheizten Gewächshaus sind die frühen Aussaaten an der Reihe. Auberginen, Melonen, Paprika und Sellerie, die alle eine lange Kulturzeit haben und zum Keimen viel Wärme brauchen, säen wirt dort aus. Die ersten Kohlrabi, Frühlingssalate und Radieschen können wir im Mistbeet oder im lauwarmen Gewächshaus aussäen.

Frühkartoffeln setzen wir in Obststeigen oder in anderen Kisten zum Vortreiben auf. Zuerst stellen wir die Kisten 2 Tage lang in die warme Wohnung, das ist sozusagen der Weckruf für die Knollen. Dann bringen wir sie aber in einen hellen, kühlen, höchstens 15 °C warmen Raum, damit gedrungene, lila-grün gefärbte Kartoffel­keime austreiben.

Blumenzwiebeln, die wir im Herbst für die Treiberei in Töpfe ein­gepflanzt hatten, holen wir nun ins Warme. Am besten treiben die Zwiebeln, wenn sie in einem nur mäßig warmen Raum stehen. Im Keller kontrollieren wir das eingelagerte Obst und Gemüse und vergessen dabei auch Gladiolen, Dahlien und Knollenbegonien nicht. Faule Gesellen müssen sofort aussortiert werden, damit sie die Umgebung nicht infizieren.

Es wird auch allerhöchste Zeit, die Nistkästen zu reinigen, denn schon bald suchen sich die ersten Vogelpärchen ihre Brutplätze. In ungesäuberten Kästen könnten die Jungen stark von Vogelflöhen und anderen Parasiten gequält werden.

Anzucht, Aussaat, Vermehrung

Feuersalbei aussäen: Wenn Sie Feuersalbei jetzt in Schalen oder Töpfe aussäen, können Sie bereits Ende April/Anfang Mai blühende Pflanzen in den Garten oder in Gefäße setzen. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 22 °C. Die Sämlinge werden nach dem Pikieren bei 12 bis 16 °C weiter kultiviert.

Gemüse

Hügelbeete: Der Februar ist noch ideal zur Anlage eines Hügelbeetes im Gemüsegarten. Es bietet viel Raum, um groben Astschnitt unterzubringen. Die Mauern des Hochbeetes können aus Trockenmauersteinen, alten Klinkern, Rundhölzern oder Balken bestehen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Umfassendes Wissen über Hügel-, Hoch- und Rundbeete, über Vor- und Nachteile der Hügelbeetkultur, über Aufbau und Schichtung, bis hin zu Bepflanzungsvorschlägen erhalten Sie hier vom Buchautor Wolfgang Kawollek.

Gemüselagerung: Zu warme Lagerung kann bei einigen Gemüsen zu einer Umwandlung von Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit führen. Kühle Lagerung bei ausreichender Sauerstoffversorgung fördert dagegen den Nitratabbau.

Obstgehölze

Wildverbiss: Achten Sie gerade bei geschlossener Schneedecke auf Wildverbiss! Legen Sie bei Bedarf Schnittholz von Obstgehölzen zur Ablenkung aus.

Winterschnitt bei Johannisbeersträuchern. Beachten Sie die Sortenansprüche: Die optimale Länge der Seitentriebe beträgt 5 bis 15 cm bei Sorten wie ‚Jonkher van Tets' oder ‚Red Lake', 20 bis 40 cm bei Sorten wie ‚Rovada' oder ‚Rotet' und den Stachelbeersträuchern.

Fruchtmumien entfernen: Die letzten von Monilia befallenen "Fruchtmumien" von Pflaume, Apfel oder Birne sollten noch aus dem Garten entfernt werden, bevor im Frühjahr die jungen Früchte angesteckt werden.

Umpfropfen von Obstbäumen: Kernobstbäume, die im April umgepfropft werden sollen, können Sie bereits jetzt auf das gewünschte Maß abwerfen. Bei Steinobstbäumen wartet man bis unmittelbar vor dem Pfropftermin im Frühjahr.

Obstbaumschnitt: Verwenden Sie für den Obstbaumschnitt nur scharfe Gartenscheren, damit es nur saubere Wunden gibt. An der Qualität einer Gartenschere sollte man nicht sparen, denn hochwertige Schneidwerkzeuge erleichtern die Arbeit und verbessern das Ergebnis.

Ziergarten

Rückschnitt von Laubgehölzen: Wenn Sie bei frostfreiem Wetter eine sommergrüne Laubgehölzhecke deutlich verjüngen wollen, sollte der Rückschnitt je nach Art bis ins alte Holz erfolgen. Alle Seitentriebe sind auf zwei bis drei Augen zu kürzen. In der Regel werden aber sommergrüne Hecken erst Ende Juni und /oder Ende August geschnitten.

Schneeglöckchen: Der Februar ist der Schneeglöckchenmonat! Achten Sie doch mal darauf, welche Arten man Ihnen im Herbst verkauft hat. Das Bild auf der Packung zeigt meistens das heimische Schneeglöckchen, in der Packung befinden sich aber oft andere Arten. Neben dem heimischen (oder besser: eingebürgerten) Kleinen Schneeglöckchen (Galanthus nivalis ) werden im Handel das Großblütige Schneeglöckchen (Galanthus elwesii ) aus dem Taurusgebirge und Galanthus ikariae aus Georgien bzw. der NO-Türkei mit ganz unterschiedlichen Standortansprüchen angeboten.

Schneelast: Nach heftigen Schneefällen ist es sinnvoll, die Äste von Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast zu befreien, um unerwünschte Astbrüche zu vermeiden. Besonders gefährdet sind Immergrüne und Koniferen, auf deren dichtem Blattwerk besonders viel Schnee liegen bleibt.

Geranien zurückschneiden: Schneiden Sie trocken überwinterte Pelargonien (Geranien) Ende Februar zurück. Jeder Trieb wird auf ein Drittel seiner Länge eingekürzt. Dabei erfolgt der Schnitt zwischen zwei Augen. Danach topft man die Pflanzen in frische, feuchte und nährstoffhaltige Blumenerde um und stellt sie an einen hellen Platz.

Knollenbegonien: Knollenbegonien können im Februar zum Antreiben schon mal eingetopft und an einem kühlen Ort aufgestellt werden. Nach dem Austrieb wird regelmäßiger gegossen. Wenn es draußen warm genug ist (eventuell langsam abhärten), kommen die Pflanzen in den Garten (Tipp von Leserin Cornelia K.). Dazu muss es unbedingt frostfrei sein.

Gartentipp2013

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